„Fairer Handel auf dem Prüfstand“ (Arte)

Im Beitrag „Fairer Handel auf dem Prüfstand“ (Arte,6.8.2013, 21:45)  beleuchtet Donatien Lemaître den fairen Handel. Wo gibt es Verbesserungen, wo gibt es Missstände?

Es wird einerseits deutlich, dass fairer Handel tatsächlich helfen kann, auch wenn es sich um einen langsamen Prozess der Änderung handelt. Etwa, wenn Kindern durch fairen Handel eine bessere Ausbildung ermöglicht wird, ist der ökonomische Nutzen für die Familie langfristiger Natur. Bei dem positiven Beispiel dazu im Film handelt es sich übrigens um einen „unserer“ Kaffeeproduzenten, einen GEPA-Lieferant. Es wird aber auch klar, dass der faire Handel den Produzenten keinen westeuropäischen Lebensstandard bescheren kann.

Im Film wird jedoch auch Kritik formuliert und erschreckende Missstände aufgezeigt. So besteht die Gefahr des Missbrauchs, wenn große Handelsunternehmen oder Plantagen beteiligt sind. Auch werden Vorwürfe an die Zertifizierungsstelle „Fairtrade International“ und das aus unserer Sicht pseudo – Siegel „Rainforest Alliance“ formuliert. Mit letzterem arbeiten wir als Weltladen nicht zusammen. Einige unserer Produkte tragen das „Fairtrade“ Siegel. Allerdings gelten für diese Produkte trotzdem die strengeren Kriterien unserer Lieferanten.

Lesen Sie zum Film die detaillierte Stellungnahme unseres wichtigsten Lebensmittellieferanten, der GEPA. Um solchen Missständen vorzubeugen, setzt GEPA zusätzlich zum etablierten Kontrollsystem von Fairtrade International auf weitere Monitoringsysteme und vor allem auch auf gegenseitiges Vertrauen durch eine langjährige Partnerschaft und persönliche Kontakte.


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