Wanderausstellung TrikotTausch in Kassel

TrikotTausch – die zwei Seiten der Sportbekleidung

Anlässlich der Frauen-Fußball-WM möchten der Sportverein Dynamo Windrad e.V., Karibu e.V. und der Landkreis Kassel auf die prekären Arbeitsbedingungen in der Sportartikelindustrie aufmerksam machen.

Die Wanderausstellung „TrikotTausch“ stellt die zwei Seiten der Sportbekleidungsindustrie vor: einerseits die Vermarktung von Sportbekleidung und unser Kaufverhalten hier – andererseits die Arbeitsbedingungen der Näherinnen in den Weltmarktfabriken.

Anschaulich erhalten Sie Informationen und erfahren, wie jede*r Einzelne für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Näherinnen in den Produktionsländern aktiv werden kann.

Wir laden Sie ganz herzlich zur Ausstellungseröffnung „TrikotTausch“ – Die zwei Seiten der Sportbekleidung ein.

Wann: 16. Juli 2019 | 18.00 Uhr
Wo: Im Foyer des Kreishauses | Wilhelmshöher Allee 19-21

Eintritt: kostenlos
Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt.

Begrüßung: Harald Kühlborn | Pressesprecher des Landkreises Kassel
Einführung: Lara Schröder | Cum Ratione gGmbH

Die Ausstellung selber kann noch bis einschließlich den 8. August 2019 besucht werden.

Prekäre Produktionsbedingungen

In Deutschland wird viel Geld für Kleidung ausgegeben. Dabei wird Sportbekleidung besonders in Jahren mit sportlichen Großereignissen wie der Fußball Weltmeisterschaft der Herren und auch Damen vermehrt gekauft und nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch in der Freizeit getragen. Sportliche Großereignisse vervielfachen die Verkaufszahlen der großen Markenhersteller.

Weit weniger bekannt sind die Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern der Sportartikel und -bekleidung. China, Rumänien und Nicaragua heißen drei der Länder, in denen vor Großereignissen im Akkord und oft mit Überstunden verbunden für den Weltmarkt produziert wird. In Deutschland jedoch ist die Geschäftsführung der Markenfirma ansässig. Die sprunghaft steigende Nachfrage bei sportlichen Großevents führt dabei oft zu unbezahlten Überstunden in den Herstellungsländern.

Aus Kostengründen wird fast ausschließlich im Ausland produziert – meistens in sogenannten freien Export-Produktionszonen. Die Arbeitsbedingungen sind häufig katastrophal: Minimale Entlohnung und kaum Arbeitsschutz sind an der Tagesordnung. Gründen die Näherinnen eine Gewerkschaft droht außerdem die Entlassung. Was hier bei uns undenkbar wäre, gehört in den „freien Export-Produktionszonen“ zum Alltag.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.