Karibu-Laden

Fair – Global-Regional – Ökologisch

Unter diesem Motto bieten wir als Weltladen und Regionalladen Produkte an, die zu fairen Arbeitsbedingungen produziert wurden: Lebensmittel und Handwerk aus aller Welt – und speziell auch aus unserer Region. Der Großteil unserer Lebensmittel ist zudem bio-zertifiziert. 

Sie können bei uns stöbern, einkaufen und sich über den fairen Handel informieren. Oder einfach eine kleine Pause machen und frischen Kaffee oder Tee genießen.

previous arrow
next arrow
PlayPause
Shadow
Slider

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Unsere Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 10 – 18 Uhr
Samstag               10 – 16 Uhr

Sa, 14.04.2018 Buen Vivir – Konzertlesung und Workshops

„Buen Vivir – vom Guten Leben“

Über die Notwendigkeit nachhaltiger Lebensweisen

Die aus Ecuador stammende langjährige Botschafterin der indigenen Gemeinschaft Sarayaku (ecuadorianischer Teil Amazoniens) Patricia Gualinga und regionale Initiativen im Gespräch.

Samstag, 14. April 2018, 19:30 Uhr
KulturBahnhof Südflügel Franz-Ulrich Straße 6, Kassel (Einlass ab 18:30 Uhr)
Karten: 12 Euro, 8 Euro ermäßigt (Karten an der Abendkasse und Vorverkauf im Karibu)

Im Dialog mit indigenen Völkern eröffnet sich ein Einblick in ein, in den industrialisierten Ländern weitgehend verloren gegangenes, Miteinander zwischen Mensch und Natur. Patricia Gualingas frauenspezifische Perspektive als Sprecherin ihres Volkes und auch als Vorbild vieler Frauen in der Verteidigung des Regenwalds kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
Die Politikwissenschaftlerin Isabella Radhuber bereichert das Programm mit ihrem politischen und fachlichen Wissen und bereichert die Debatte, die auch interaktive Elemente mit dem Publikum beinhaltet.

Im Wechselspiel von der Musik mit den inhaltlichen Beiträgen entsteht eine unvergessliche, mitreißende Atmosphäre. Grupo Sal DUO, mit Aníbal Civilotti und Fernando Dias Costa haben mit ihren Interpretationen lateinamerikanischer Musik einen unverwechselbaren Platz in der musikalischen Landschaft eingenommen.

Workshops am Nachmittag

In Kassel gibt es viele spannende Ansätze in Stadt und Universität: Transition Town, Karibu, die Universität, die Kopiloten, Essbare Stadt etc. Sie alle setzen sich in ihrem Bereich für soziale Gerechtigkeit und ein würdevolles Leben ein.

Wie „funktioniert“ ein gutes Leben im Einklang mit der Natur? Welche Chancen und Aufgaben haben regionale Initiativen? Diese und viele andere Fragen diskutiert die Veranstaltung in und mit ihren Workshops ab 14.30 Uhr im Kulturbahnhof.

Genaue Informationen erhalten Sie im Programm zum Download.

Aktuelles unter: www.facebook.com/gutes.leben.kassel.region/

Information und Anmeldung zu den Workshops
KulturNetz Kassel
0561 – 70 16 275 (AB)
lasch@kulturnetz-kassel.de

 

Werden Sie Besitzer/in unseres Karibu-Mobils!

Das Karibu-Mobil

Unser Plan ist es es ein Mobil für diverse Zwecke ins Leben zu rufen u.a. als:

  • Markt-Mobil
  • Kaffee-Mobil
  • Straßenfest-Mobil
  • Bildungs-Mobil

100 % regional und nachhaltig, bestehend aus: E-bike, Anhänger Unterbau vom regionalen Metallbauer und Aufbau zum Verkauf aus Holz.

Und so ähnlich könnte es aussehen:

Dafür können wir Ihre Unterstützung gebrauchen.

KARIBU-MOBIL-ANTEIL erwerben über
 
KARIBU-KASSEL e.V.: einfach Spende überweisen an:
Karibu-Kassel, GLS-Bank IBAN DE80 4306 0967 4006 9264 00
Stichwort: Karibu-Mobil + Spendenquittung erhalten
Weitere Info: verein@karibu-kassel.de oder

KARIBU Welt- und Regioladen eG:
einfach Mitglied der Genossenschaft werden:
schon ab 150 €, Info: info@karibu-kassel.de

Do, 15.02 19 im Laden: Vortrag und Podiumsdiskussion mit Johannes Grün, Brot für die Welt

Vom Freihandel zum Fair-Handel?

Die TTIP-Verhandlungen zwischen den USA und Deutschland sind zum Stillstand gekommen, die 11. WTO-Ministerkonferenz in Argentinien im vergangenen Dezember blieb nahezu ergebnislos. Die Fairhandelsbewegung übt seit langem Kritik an Institutionen wie der WTO und weist auf Menschenrechte, Fairness, Klima- und Umweltschutz hin.

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen diskutieren:

  • Gibt es angesichts von steigendem Nationalismus und Protektionismus eine Handelspolitik, die frei und fair zugleich sein kann?
  • Welche Rolle kann dabei die WTO spielen?
  • Wie muss die EU ihre Handelspolitik ausrichten, damit Länder wie der Exportweltmeister ihren Wohlstand nicht massiv auf Kosten anderer erwirtschaften?
  • Und welche Rolle kann die Fairhandelsbewegung dabei einnehmen?

Als Referent wird uns Johannes Grün von Brot für die Welt unterstützen. Er leitet das Referat Wirtschaft und Umwelt des evangelischen Entwicklungswerkes und hat die 11. WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires vor Ort begleitet.

Veranstaltungszeit und Ort:
15.02.2018,  19 Uhr im Laden

Faire Alternativen

Weihnachten ohne Kinderarbeit

ein Blogbeitrag von faireinkaufenaberwie

Ob Baum, Schoko-Nikolaus, Smartphone oder Schmuck – viele Weihnachtsgeschenke stammen aus Kinderarbeit oder wurden unter schlimmen Bedingungen von Arbeitern hergestellt und geerntet. Konsumenten haben jedoch faire Alternativen. 

Weihnachtsstern

Rund 40 Millionen Christsterne werden bundesweit verkauft, viele davon zu einem Dumpingpreis im Super- und Baumarkt. Geerntet werden die Setzlinge für den Export überwiegend in Guatemala, El Salvador, Uganda oder Äthiopien. Die Arbeiter dort bekommen nur Saisonverträge, sie müssen häufig Chemikalien ohne Schutzkleidung versprühen und dürfen keine Gewerkschaften bilden, kritisiert die Christliche Initiative Romero e.V. „Die niedrigen Löhne sind ein großes Problem“, sagt Mike Pflaum, Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation. „Wenn man genau hinschaut, kann man den Schmerz der Jungen und Mädchen sehen, die auf den Fincas arbeiten“, mahnt auch Carlos Maroquín, Priester in San Miguel Dueñas, einem Dorf in Guatemala.

Faire Alternativen: Weihnachtssterne mit dem Fairtrade-Siegel u.a. bei Kaufland, Rewe, Penny, Edeka, Toom, Knauber sowie Bio-Weihnachtsterne aus Deutschland bei Dehner.

Weihnachtsbaum

Jedes Jahr werden im Advent bundesweit 45 Millionen Tannenbäume verkauft. Über 90 Prozent der Tannensamen für die westeuropäische Weihnachtsbaumproduktion stammen aus Georgien.

Doch die Pflücker der Samen – allesamt Saisonarbeiter, darunter viele Minderjährige, die zur Erntezeit im Herbst keine Schule besuchen – bekommen umgerechnet 15 bis 60 Cent pro Kilo geerntete Zapfen. Dabei ist der Job sehr gefährlich: Die Zapfenpflücker müssen bis zu 60 Meter hohe Bäume erklimmen – mangels Geld oftmals ohne Gurte, gute Seile oder Helme. Es kommt immer wieder  zu tödlichen Unfällen.

Faire Alternative: Nordmanntannen der dänischen Baumschule Bols Forstplanteskole gibt es bei verschiedenen Anbietern (Händlerliste unter www.fairtrees.de). Fair Trees ist Mitglied der World Fair Trade Organization, autorisiert auch von Fairtrade Danmark. Die Pflücker erhalten 1,60 Euro pro Kilo Zapfen, Sicherheitskurse und Equipment sowie eine Arbeits- und Gesundheitsversicherung für die Familie.

Kaffee

Kaffee und Kaffeemaschinen landen oft auf dem Gabentisch. Die Branche verpackt das Lifestyle-Getränk gerne in Geschichten von glücklichen Pflückern, handwerklicher Röstung und fachsimpelnden Baristas. Die Realität: Aufgrund von Rohstoffspekulation und gnadenlosem Preiskrieg der Supermärkte geht es für viele Kaffeebauern ums Überleben. Die Wertschöpfung findet in Europa statt. Prekär ist auch die Lage der Wanderarbeiter, die etwa in Guatemala den Kaffee auf den großen Kaffee-Fincas ernten: Sie leben und arbeiten mit ihren Familien für mehrere Monate auf dem Gelände der Plantage. Dass die Kinder bei der Ernte helfen, ist eher Regel denn Ausnahme. Bereits Zwölfjährige schleppen für einen Hungerlohn zentnerschwere Lasten.

Faire Alternativen: Fair gehandelter Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel, von Gepa (www.gepa.de), dwp (https://shop.dwpeg.de), Ethiquable (www.ethiquable.de) oder el Puente (www.el-puente.de) gibt es u.a. im Weltladen, Bioladen uvm. Die Menge fair gehandelten Kaffees hat sich zwar in den zurückliegenden fünf Jahren verdoppelt, doch der Marktanteil liegt unter fünf Prozent.

Schmuck und KunsthandwerkWeltladen finden

Unter welchen Bedingungen der Rohstoff für die Goldkette oder den Silberreif beschafft oder verarbeitet wurde, ist für viele Schenkende kein Thema. Doch für Edelmetalle werden Menschen ausgebeutet, in Kriege verwickelt, und ihre Natur zerstört. In Peru hat die Goldwäsche zahlreiche Flüsse mit Quecksilber und Zyanid verseucht, und laut Human Rights Watch schuften mehr als 20.000 Kinder in Kleinminen in Mali, dem drittgrößten afrikanischen Goldproduzenten. Weiterverarbeitet  wird  das  Gold überwiegend in China und Indien – unter teils katastrophalen Bedingungen, ähnlich denen der Textilbranche. Und im bolivianischen Potosí wühlen Kinderarbeiter in Gestein, um Silber zu gewinnen; ihre Lebenserwartung liegt unter 40 Jahren.

Faire Alternativen: Weltladen, Contigo, www.faire-edelsteine.de, www.janspille.de, www.tbschmuck.de, www.südsinn.de.

Nüsse

„Apfel, Nuss und Mandelkern, essen fromme Kinder gern“, sagt Theodor Storms Knecht Ruprecht – leider steckt in ihnen viel Ausbeutung und sogar Kinderarbeit. Etwa in der Türkei, dem größten Lieferanten von Haselnüssen: Hier ernten Minderjährige, oft Kinder kurdischer Wanderarbeiter und syrische Flüchtlinge, an steilen Hängen die Nüsse, wie die GEW seit langem kritisiert. Weltweit leiden Nusssammler an niedrigen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und fehlenden Verarbeitungsanlagen.

Faire Alternative: Nüsse aus Fairem Handel mit dem Fairtrade-Siegel im Supermarkt sowie im Weltladen, bei dwp, El Puente, Gepa und Rapunzel.

Urlaub 

Viele Deutsche vereisen übers Fest in die Ferne oder verschenken einen Reisegutschein. Die Schattenseite: Besonders bei Fernreisen bleibt vom Geld der Reisenden nur wenig im Land. Die meisten Jobs im Tourismus sind zudem mies bezahlt, saisonal, voller Überstunden. Auch Minderjährige sind betroffen: Millionen von Kindern putzen Touristen die Schuhe, bedienen sie, führen sie zu Sehenswürdigkeiten, stellen Souvenirs her, waschen Teller – und werden auch sexuell ausgebeutet. Allein auf den Philippinen arbeiten laut UNICEF rund 60.000 Minderjährige als Prostituierte.

Faire Alternativen: Wer seine Reise bei einem Anbieter des forum anders reisen (www.forumandersreisen.de) bucht, kann Kinderarbeit ausschließen. Dafür steht auch das TourCert-Siegel (www.tourcert.org). Konkrete Reise-Tipps: Frank Herrmann: „FAIRreisen“, oekomVerlag, 2016 (ITB-Award).

Elektronik

Hersteller von Akkus für Smartphones und Laptops profitieren von Kinderarbeit, kritisiert nicht nur Amnesty International. Minderjährige, manche gerade einmal sieben Jahre alt, schuften in Kobaltminen im Süden des Kongos ungesichert und für einen Hungerlohn von ein bis zwei Dollar pro Tag. Auch in der Produktion der Geräte können die Hersteller Kinderarbeit nicht ausschließen. Der Apple-Konzern etwa hat in seinem Fortschrittsbericht 2017 einen Fall von Kinderarbeit in China und Schuldknechtschaft eingeräumt.

Faire Alternativen: Das Fairphone (www.fairphone.org), die Maus von NagerIT (www.nager-it.de), das Siegel TCO certified (www.tcodevelopment.de).

Schokolade

In Westafrika sollen immer weniger Kinder im Kakaoanbau arbeiten – das versprechen Konzerne und Regierungen seit vielen Jahren. Doch eine Studie der Tulane University von Ende 2015 belegte: Die Zahl der arbeitenden Kinder ist sogar gestiegen. Laut der Kampagne Aktiv gegen Kinderarbeit sind die meisten gerade 5 bis 14 Jahre alt. Zur Schule geht kaum eines dieser Kinder. Der aktuelle Preisverfall bei Rohkakao verschärft die Situation noch.

Faire Alternativen: Fair gehandelte Schokolade mit dem Fairtrade-Siegel, von Gepa, dwp, el Puente, Ethiquable gibt es u.a. im Supermarkt (auch Discounter), Bioladen, Weltladen. Infos: https://de.makechocolatefair.org

Feuerwerkskörper

133 Millionen Euro verpulverten die Deutschen Silvester 2016; auch 2017 wird wieder kräftig geballert werden. Die Ware stammt meist aus Indien, China und Osteuropa. In Indien sind nach Schätzungen rund 6.000 Kinder in die lebensgefährliche a Produktion beteiligt, viele von ihnen unter 14 Jahren, es kommt immer wieder zu Unfällen.

Die Alternative: Die Aktion „Brot statt Böller“ (www.brot-statt-boeller.de) gibt es seit 1982. Der Erlös kommt Straßenkindern in Simbabwe und Kenia zugute.

Quelle: Martina Hahn, Frank Herrmann; Bilder/Grafiken: Fairtrade Deutschland, Frank Herrmann (4x), Wikipedia, Brot für die Welt