Karibu-Laden

Fair – Global-Regional – Ökologisch

Unter diesem Motto bieten wir als Weltladen und Regionalladen Produkte an, die zu fairen Arbeitsbedingungen produziert wurden: Lebensmittel und Handwerk aus aller Welt – und speziell auch aus unserer Region. Der Großteil unserer Lebensmittel ist zudem bio-zertifiziert. 

Sie können bei uns stöbern, einkaufen und sich über den fairen Handel informieren. Oder einfach eine kleine Pause machen und frischen Kaffee oder Tee genießen.

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Unsere Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 10 – 18 Uhr
Samstag               10 – 16 Uhr

Aktuelles

Unser Kafe Karibu ist in KW 3 geschlossen

Liebe Kundinnen und Kunden,

da wir unsere Küche umbauen, können wir vom 13.01. bis 18.01.2020 leider keinen Kaffeeausschank abieten.

Ihr Karibu-Team

Ja, Schokolade macht glücklich.

Schokolade kaut man nicht

Am 5. Dezember 2019 hatten wir unsere Adventsveranstaltung zum Thema: „Schokolade macht glücklich! Der süße Genuss und die bittere Wahrheit dahinter“.

Referentin Bettina erklärt den Teilnehmer*innen wo die Kakaobohnen angebaut werden.

Quetzalcoatl ist laut der Azteken der Gott, welcher uns Menschen die heilige Kakaopflanze schenkte. Die anderen Götter verbannten ihn daraufhin, da diese heilige Pflanze nie in die Hände der Menschen fallen sollte. Geschichten und Mythen wie die des Quetzalcoatl gibt es um die Kakaopflanze viele. Eins ist aber gewiss: Kakao ist ein besonderes Gut, welches wir verlernt haben wertzuschätzen.

So gab es eine Zeit in der Kakao als beliebtes Tauschmittel galt und nur für Adelige zubereitet wurde. Heute darf Schokolade auf keinen Fall mehr als 1€ kosten und gilt als alltägliches Konsummittel.

Der Anbau der Kakaobohne bevor wir überhaupt in den Genuss der Schokolade kommen ist allerdings bitter. Nicht nur sind der Anbau und die Pflege des Kakaobaums aufwändig, dadurch, dass die Bäuerinnen und Bauern ihren Kakao zu Niedrigpreisen verkaufen müssen, können sie es sich meist nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Und dies ist nur ein Beispiel!

Die süße Zukunft sieht vielversprechend aus. Zum einen müssen wir auf die Wertschöpfung achten: Zum Beispiel ist Fairafric ein Pionier der fair produzierten Schokolade im Herkunftsland. Von Anfang bis Ende werden die Schokoladentafeln in Ghana produziert und helfen somit den Menschen vor Ort ihre eigene Existenz zu sichern. Zum anderen sollten wir Schokolade nicht mehr nur verschlingen sondern wieder lernen diese wertzuschätzen.

Wie unsere Referentin Inga am Veranstaltungsabend sagte, müssen wir Schokolade mit allen Sinnen erfahren. Sie ansehen, riechen, fühlen, das knacken hören und natürlich schmecken. Das passiert, indem wir sie langsam in unserem Mund schmelzen lassen, damit alle Aromen Zeit haben, sich auf unserer Zunge zu entfalten. Umso mehr wir Schokolade genießen, desto glücklicher werden wir. Also merke: niemals einfach so drauf los kauen.

Verschiedene Schokoladenstückchen zum Probieren.

Vortrag mit Schokoladenverkostung

Im Karibu Laden: Do., 05. Dezember 2019 | 19 – 21 Uhr

Während Sie sich durch diverse Sorten an feiner Schokolade aus Ghana sowie Ecuador durchprobieren und heiße Schokolade mit kostbaren Gewürzen genießen, erläutert Dr. Inga Rosenkranz anhand eines fairen Adventskalenders den Herstellungsprozess von der Kakaobohne zur fertigen Schokoladentafel. Bettina Rhein wird Ihnen anschließend verraten wie teuer Schokolade sein muss/ darf, damit die Kakaobauern ein existenzsicherndes Einkommen erhalten.

Der süße Genuss und die bittere Wahrheit dahinter. Wir laden dazu ein, einen Blick über die Schokoladentafel hinaus zu wagen, zu diskutieren und mit allen Sinnen Schokolade neu zu erfahren.

Tickets bekommen Sie für 7 € bei uns im Laden.

Sparda-Vereint

Unterstützung für unsere entwicklungspolitische Bildungsarbeit

Vor Ort für Globale Gerechtigkeit

Deine Stimme für unser Projekt!

Wir laden alle Mitglieder, Freunde und Förderer ein, uns bei der Initiative „Vereint für Deinen Verein!“ zu unterstützen.

Unter https://www.sparda-vereint.de/voting/bildung/vor-ort-fuer-globale-gerechtigkeit/ kann vom 9. Oktober bis zum 6. November 2019 für unser Projekt abgestimmt werden. Wir brauchen jede Stimme, um eine der 3.000-Euro-Spenden zu gewinnen.

Die Sparda-Bank Hessen unterstützt 30 Vereinsprojekte mit je 3.000 Euro. Jede der sechs Themenkategorien hat ihr eigenes Online-Voting und die jeweils fünf beliebtesten Projekte gewinnen je 3.000 Euro.

Die Online-Abstimmung ist ganz einfach: Unser Verein und sein Projekt sind auf sparda-vereint.de leicht zu finden (Kategorie Bildung -> https://bit.ly/35fyPrE). Jedem Internetnutzenden steht alle 24 Stunden eine Stimme zur Verfügung. Wer also täglich abstimmt, hilft am meisten! Zur Teilnahme muss nur die eigene E-Mail-Adresse angeben und diese nach Erhalt einer E-Mail bestätigt werden. Sie wird nicht zu Werbezwecken verwendet!

Schulklasse während der „Fairen Frühschicht“

Unser Projekt:

Vor Ort für Globale Gerechtigkeit – Unterstützung für unsere entwicklungspolitische Bildungsarbeit

Wir brauchen für unseren außerschulischen Lernort finanzielle Unterstützung, um unser Angebot der Bildungsarbeit ausbauen zu können. In der Vergangenheit haben wir schon einige Workshops angeboten, wie zum Beispiel die sogenannte „Faire Frühschicht“. In 90min versuchen wir den Schülerinnen und Schülern ab der 3. Klasse mit abwechslungsreichen Methoden die Grundprinzipien und Produkte des Fairen Handels vorzustellen. Desweiteren erhalten sie einen Einblick in unseren Welt- und Regioladen. Beim „Fairer Handel im Doppelpack“ zum Thema Schokolade lernen die Schüler*Innen nicht nur den Laden kennen während der Fairen Frühschicht, sondern erfahren in der „Schokoladen-Werkstatt“ mehr über den Kakaoanbau, das Leben der Kleinbäuerinnen- und Bauern sowie die wichtigsten Logos und Siegel des Fairen Handels. Der Höhepunkt ist allerdings, dass die Schüler*Innen lernen ihre eigene Schokolade herzustellen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn es uns vereint gelänge, hierfür eine der 3.000-Euro-Spenden zu gewinnen damit wir für Euch noch spannendere Workshops in Zukunft anbieten können.

Jede Stimme zählt!

Herzlichen Dank an alle, die mitmachen. Los geht’s!

Faire Woche 2019

Unser Karibu Schaufenster mit den Plakaten der Fairen Woche

Faire Chancen durch fairen Handel!

Vom 13. – 27. September fand dieses Jahr die Faire Woche unter dem Thema „Geschlechtergerechtigkeit“ statt. Die größte Aktionswoche des Fairen Handels wird vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband veranstaltet. Weltläden, lokale Aktionsgruppen, Schulen oder auch Privatpersonen übernehmen die Organisation von Aktionen in Eurer Region. Dabei entstehen mehr als 2.000 Veranstaltungen Bundesweit.

„#Fairhandeln für ein Gutes Leben“ sowie „Faire Chancen durch Fairen Handel“ steht auf den Plakaten der Fairen Woche, welche auch bei uns in dem Schaufenster vom Karibu Regio- und Weltladen Kassel hängen. Aber was hat das überhaupt zu bedeuten? Und was hat das mit dem Schwerpunktthema „Geschlechtergerechtigkeit“ zu tun?

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist nicht überall Normalität. Weit mehr Frauen als Männer leiden unter enormer Armut – in zahlen bedeutet das, dass 70% von den 702 Millionen Menschen, welche in Armut leben, Frauen sind. Dies liegt unter anderem daran, dass Frauen der Zugang zu wichtigen Ressourcen, wie Bildung, Land, Krediten oder einem eigenen Einkommen verwehrt wird. Auch in Deutschland entspricht die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau immer noch nicht dem Ideal. So vergleicht der sogenannte unbereinigte Gender Pay Gap (GPG) den prozentualen Unterschied aller Arbeitnehmer*Innen anhand des durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen (bezogen auf den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern). Das ergibt einen Wert von 21% (2017). Umgerechnet bedeuten die 21%, dass Frauen 77 Tage vom Jahresanfang unbezahlt arbeiten. Aber auch dieses Ergebnis hat seine Gründe: Frauen sind häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Dazu kommt, dass Frauen die Erwerbstätigkeit familienbedingt unterbrechen bzw. reduzieren (müssen). Aber auch auf der Karriereleiter, besonders in Führungspositionen, fehlt in bestimmten Berufen und Branchen der Frauenanteil.

Diese Informationen sind bedrückend und sollten den Anschein haben im Jahr 2019 veraltet zu sein – doch gleichzeitig sind diese Probleme in unserer Gesellschaft weiterhin aktueller denn je. Doch sind wir definitiv nicht machtlos dagegen.

Die Ungleichheit ist, wie im oberen Abschnitt benannt, immer noch ein Problem. Doch keines, welches nicht geändert werden kann! So setzt sich der Faire Handel aktiv gegen Geschlechterdiskriminierung ein und fördert die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Dabei unterstützen Faire Handels-Unternehmen, dass Frauen einen gerechten Lohn bekommen, in Entscheidungsprozessen einbezogen werden sowie Zugang zu Bildung und Weiterbildung erhalten. Durch diese Unterstützung gelingt es das Frauen deutlich mehr Chancen haben ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften und daraus ein selbstbestimmtes und gutes Leben führen können.

Womit die nächste Frage beantwortet wäre. Gutes Leben wird oft an Wohlstand, Bildung, Status und Ressourcenverteilung gemessen. Höheres Einkommen, mehr Bildung, bessere Sozialkontakte sind somit die wichtigen Indikatoren für das Wohlergehen aller. Durch Fair produzierte Produkte werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht nur der Frauen am Anfang der Lieferkette verbessert, sondern gleichzeitig auch ihre politische und wirtschaftliche Position gestärkt. So kann jeder einzelne schon bei seiner Kaufentscheidung #Fairhandeln und zu einem Guten Leben beitragen. Gleichzeitig werden Faire Chancen für alle geschaffen.