Karibu-Laden

Willkommen auf der Seite von Karibu!

Als Weltladen und Regionalladen bieten wir Produkte an, die zu fairen Arbeitsbedingungen produziert wurden: Lebensmittel und Handwerk aus aller Welt – und speziell auch aus unserer Region (100 km um Kassel). Der Großteil unserer Lebensmittel ist zudem bio-zertifiziert. Einige Beispiele finden Sie hier.

Sie können bei uns stöbern, einkaufen und sich über den fairen Handel informieren. Oder einfach eine kleine Pause machen und frischen Kaffee oder Tee genießen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Unsere Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 10 – 18 Uhr
Samstag               10 – 16 Uhr

Faire Alternativen

Weihnachten ohne Kinderarbeit

ein Blogbeitrag von faireinkaufenaberwie

Ob Baum, Schoko-Nikolaus, Smartphone oder Schmuck – viele Weihnachtsgeschenke stammen aus Kinderarbeit oder wurden unter schlimmen Bedingungen von Arbeitern hergestellt und geerntet. Konsumenten haben jedoch faire Alternativen. 

Weihnachtsstern

Rund 40 Millionen Christsterne werden bundesweit verkauft, viele davon zu einem Dumpingpreis im Super- und Baumarkt. Geerntet werden die Setzlinge für den Export überwiegend in Guatemala, El Salvador, Uganda oder Äthiopien. Die Arbeiter dort bekommen nur Saisonverträge, sie müssen häufig Chemikalien ohne Schutzkleidung versprühen und dürfen keine Gewerkschaften bilden, kritisiert die Christliche Initiative Romero e.V. „Die niedrigen Löhne sind ein großes Problem“, sagt Mike Pflaum, Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation. „Wenn man genau hinschaut, kann man den Schmerz der Jungen und Mädchen sehen, die auf den Fincas arbeiten“, mahnt auch Carlos Maroquín, Priester in San Miguel Dueñas, einem Dorf in Guatemala.

Faire Alternativen: Weihnachtssterne mit dem Fairtrade-Siegel u.a. bei Kaufland, Rewe, Penny, Edeka, Toom, Knauber sowie Bio-Weihnachtsterne aus Deutschland bei Dehner.

Weihnachtsbaum

Jedes Jahr werden im Advent bundesweit 45 Millionen Tannenbäume verkauft. Über 90 Prozent der Tannensamen für die westeuropäische Weihnachtsbaumproduktion stammen aus Georgien.

Doch die Pflücker der Samen – allesamt Saisonarbeiter, darunter viele Minderjährige, die zur Erntezeit im Herbst keine Schule besuchen – bekommen umgerechnet 15 bis 60 Cent pro Kilo geerntete Zapfen. Dabei ist der Job sehr gefährlich: Die Zapfenpflücker müssen bis zu 60 Meter hohe Bäume erklimmen – mangels Geld oftmals ohne Gurte, gute Seile oder Helme. Es kommt immer wieder  zu tödlichen Unfällen.

Faire Alternative: Nordmanntannen der dänischen Baumschule Bols Forstplanteskole gibt es bei verschiedenen Anbietern (Händlerliste unter www.fairtrees.de). Fair Trees ist Mitglied der World Fair Trade Organization, autorisiert auch von Fairtrade Danmark. Die Pflücker erhalten 1,60 Euro pro Kilo Zapfen, Sicherheitskurse und Equipment sowie eine Arbeits- und Gesundheitsversicherung für die Familie.

Kaffee

Kaffee und Kaffeemaschinen landen oft auf dem Gabentisch. Die Branche verpackt das Lifestyle-Getränk gerne in Geschichten von glücklichen Pflückern, handwerklicher Röstung und fachsimpelnden Baristas. Die Realität: Aufgrund von Rohstoffspekulation und gnadenlosem Preiskrieg der Supermärkte geht es für viele Kaffeebauern ums Überleben. Die Wertschöpfung findet in Europa statt. Prekär ist auch die Lage der Wanderarbeiter, die etwa in Guatemala den Kaffee auf den großen Kaffee-Fincas ernten: Sie leben und arbeiten mit ihren Familien für mehrere Monate auf dem Gelände der Plantage. Dass die Kinder bei der Ernte helfen, ist eher Regel denn Ausnahme. Bereits Zwölfjährige schleppen für einen Hungerlohn zentnerschwere Lasten.

Faire Alternativen: Fair gehandelter Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel, von Gepa (www.gepa.de), dwp (https://shop.dwpeg.de), Ethiquable (www.ethiquable.de) oder el Puente (www.el-puente.de) gibt es u.a. im Weltladen, Bioladen uvm. Die Menge fair gehandelten Kaffees hat sich zwar in den zurückliegenden fünf Jahren verdoppelt, doch der Marktanteil liegt unter fünf Prozent.

Schmuck und KunsthandwerkWeltladen finden

Unter welchen Bedingungen der Rohstoff für die Goldkette oder den Silberreif beschafft oder verarbeitet wurde, ist für viele Schenkende kein Thema. Doch für Edelmetalle werden Menschen ausgebeutet, in Kriege verwickelt, und ihre Natur zerstört. In Peru hat die Goldwäsche zahlreiche Flüsse mit Quecksilber und Zyanid verseucht, und laut Human Rights Watch schuften mehr als 20.000 Kinder in Kleinminen in Mali, dem drittgrößten afrikanischen Goldproduzenten. Weiterverarbeitet  wird  das  Gold überwiegend in China und Indien – unter teils katastrophalen Bedingungen, ähnlich denen der Textilbranche. Und im bolivianischen Potosí wühlen Kinderarbeiter in Gestein, um Silber zu gewinnen; ihre Lebenserwartung liegt unter 40 Jahren.

Faire Alternativen: Weltladen, Contigo, www.faire-edelsteine.de, www.janspille.de, www.tbschmuck.de, www.südsinn.de.

Nüsse

„Apfel, Nuss und Mandelkern, essen fromme Kinder gern“, sagt Theodor Storms Knecht Ruprecht – leider steckt in ihnen viel Ausbeutung und sogar Kinderarbeit. Etwa in der Türkei, dem größten Lieferanten von Haselnüssen: Hier ernten Minderjährige, oft Kinder kurdischer Wanderarbeiter und syrische Flüchtlinge, an steilen Hängen die Nüsse, wie die GEW seit langem kritisiert. Weltweit leiden Nusssammler an niedrigen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und fehlenden Verarbeitungsanlagen.

Faire Alternative: Nüsse aus Fairem Handel mit dem Fairtrade-Siegel im Supermarkt sowie im Weltladen, bei dwp, El Puente, Gepa und Rapunzel.

Urlaub 

Viele Deutsche vereisen übers Fest in die Ferne oder verschenken einen Reisegutschein. Die Schattenseite: Besonders bei Fernreisen bleibt vom Geld der Reisenden nur wenig im Land. Die meisten Jobs im Tourismus sind zudem mies bezahlt, saisonal, voller Überstunden. Auch Minderjährige sind betroffen: Millionen von Kindern putzen Touristen die Schuhe, bedienen sie, führen sie zu Sehenswürdigkeiten, stellen Souvenirs her, waschen Teller – und werden auch sexuell ausgebeutet. Allein auf den Philippinen arbeiten laut UNICEF rund 60.000 Minderjährige als Prostituierte.

Faire Alternativen: Wer seine Reise bei einem Anbieter des forum anders reisen (www.forumandersreisen.de) bucht, kann Kinderarbeit ausschließen. Dafür steht auch das TourCert-Siegel (www.tourcert.org). Konkrete Reise-Tipps: Frank Herrmann: „FAIRreisen“, oekomVerlag, 2016 (ITB-Award).

Elektronik

Hersteller von Akkus für Smartphones und Laptops profitieren von Kinderarbeit, kritisiert nicht nur Amnesty International. Minderjährige, manche gerade einmal sieben Jahre alt, schuften in Kobaltminen im Süden des Kongos ungesichert und für einen Hungerlohn von ein bis zwei Dollar pro Tag. Auch in der Produktion der Geräte können die Hersteller Kinderarbeit nicht ausschließen. Der Apple-Konzern etwa hat in seinem Fortschrittsbericht 2017 einen Fall von Kinderarbeit in China und Schuldknechtschaft eingeräumt.

Faire Alternativen: Das Fairphone (www.fairphone.org), die Maus von NagerIT (www.nager-it.de), das Siegel TCO certified (www.tcodevelopment.de).

Schokolade

In Westafrika sollen immer weniger Kinder im Kakaoanbau arbeiten – das versprechen Konzerne und Regierungen seit vielen Jahren. Doch eine Studie der Tulane University von Ende 2015 belegte: Die Zahl der arbeitenden Kinder ist sogar gestiegen. Laut der Kampagne Aktiv gegen Kinderarbeit sind die meisten gerade 5 bis 14 Jahre alt. Zur Schule geht kaum eines dieser Kinder. Der aktuelle Preisverfall bei Rohkakao verschärft die Situation noch.

Faire Alternativen: Fair gehandelte Schokolade mit dem Fairtrade-Siegel, von Gepa, dwp, el Puente, Ethiquable gibt es u.a. im Supermarkt (auch Discounter), Bioladen, Weltladen. Infos: https://de.makechocolatefair.org

Feuerwerkskörper

133 Millionen Euro verpulverten die Deutschen Silvester 2016; auch 2017 wird wieder kräftig geballert werden. Die Ware stammt meist aus Indien, China und Osteuropa. In Indien sind nach Schätzungen rund 6.000 Kinder in die lebensgefährliche a Produktion beteiligt, viele von ihnen unter 14 Jahren, es kommt immer wieder zu Unfällen.

Die Alternative: Die Aktion „Brot statt Böller“ (www.brot-statt-boeller.de) gibt es seit 1982. Der Erlös kommt Straßenkindern in Simbabwe und Kenia zugute.

Quelle: Martina Hahn, Frank Herrmann; Bilder/Grafiken: Fairtrade Deutschland, Frank Herrmann (4x), Wikipedia, Brot für die Welt

Karibu in Kapstadt

Spende an Keramikkünstler*innen Isuna

Wir von Karibu waren in Person von unseren Ehrenamtlichen Susanne und Kurt in Kapstadt bei den wunderbaren Keramik-Künster*innen von Isuna. 🌍
 
Im Zusammenhang mit unserer Veranstaltung „Hin & Weg! Kunst zum Mitnehmen?!“ hat der Karibu Kassel e.V. 200€ Spende für das Projekt gesammelt und nun persönlich übergeben.
 
Vielen Dank bei allen, die sich beteiligt haben 🙂
 
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Manches kommt anders …

Das gilt wohl auch für unseren Stand auf dem Wehlheider Markt.

Die Zusage zum Stand auf dem Markt erreichte uns unvorbereitet. In einer Hauruck-Aktion starteten wir den Verkauf. Um dann festzustellen, dass es ohne gründliche Vorbereitung nicht funktioniert.

Also: wieder ‚raus aus dem Markt, Projektgruppe bilden und dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder ‚rein in den Markt. Übrigens suchen wir dazu auch noch tatkräftige ehrenamtliche Marktfrauen und -männer. Bitte gerne melden!

An alle, die sich über die Karibu-Präsenz auf dem Markt gefreut haben, unsere Bitte: Haben Sie etwas Geduld mit uns und bleiben Sie uns treu!

Herzlichen Dank! Das Karibu-Team

04.11 – 12.11.17 „Sonderschau Indien“

Karibu auf der Herbstmesse

Wir sind ab Samstag, den 04.11.17, bis Sonntag, den 12.11.17, auf der Herbstmesse in der Damaschkestraße 55, 34121 Kassel. In Halle 8/9 begrüßen wir Sie herzlich mit ausgewählten fairen Produkte passend zum diesjährigen Thema „Indien“.

Im Laden erhalten Sie Gutscheine für einen ermäßigten Eintritt.

Besuchertipps und Aussteller finden sie unter: http://www.herbst-ausstellung.de/fuer-besucher/messe-tipps.html

Do, 19.10.17 Vortrag und Diskussion im Karibu-Laden

„Globales Lernen in Kinderpatenschaften“

Wir laden Sie herzlich zum Vortrag von Dr. Marina Wagener um 19 Uhr im Karibu-Laden zum Thema „Globales Lernen in Kinderpatenschaften“ ein.

Klimawandel, globale Ungleichheit, Flucht- und Migrationsbewegungen

Die Verteilung von Wohlstand in der Welt ist nicht gerecht, die Klimabedingungen ändern sich, Handlungen in einem Teil der Erde haben Auswirkungen an anderen. Das Globale Lernen ist ein pädagogisches Konzept, das auf diese komplexen Herausforderungen in Zeiten der Globalisierung reagiert: Unter der Perspektive von Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sollen Menschen lernen, mit einer sich verändernden Welt umzugehen, Zusammenhänge zu verstehen und globale Solidarität zu entwickeln.

Erkenntnisse aus der Forschung

Kinderpatenschaften sind ein Instrument, das z.B. an Schulen eingesetzt wird, um Schülerinnen und Schüler für globale Problemlagen zu sensibilisieren. Marina Wagener hat in einer Studie erforscht, welche Erfahrungen Jugendliche in der Übernahme einer Kinderpatenschaft machen und ob sie hierdurch zum sozialen Lernen im Hinblick auf weit entfernt lebende Menschen angeregt werden. Im Vortrag werden die zentralen Ergebnisse der Studie präsentiert und davon ausgehend zentrale Herausforderungen des Lernens in der Globalisierung diskutiert.

Link zur facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1655688184504337/