Fairer Handel

Was bedeutet FAIR TRADE?

Fairer Handel ist seit langem im Höhenflug. Erzeugnisse aus fairem Handel gelten schon seit Längerem nicht mehr als bloße Nieschenprodukte, sondern können mittlerweile in jedem Supermarkt gekauft werden. Weltläden sind immer noch Vorreiter beim fairen Handel und können gegenüber Supermärkten mit kompetenter Beratung und einer größeren Produktvielfalt glänzen. Außerdem kommen alle Gewinne dem fairen Handel zu Gute. Doch was möchte der Faire Handel überhaupt und was zeichnet ihn aus?

Die Welt wird im Laufe der Globalisierung zunehmend ungleicher. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft sowohl innerhalb der Länder, als auch zwischen den Ländern immer weiter auseinander. Besonders die Kluft zwischen dem „Globalen Norden“ und dem „Globalen Süden“ vergrößert sich. Unfaire Handelsabkommen und schlechte Bezahlung von Großkonzernen begünstigen diese Tendenz. Der Faire Handel setzt an dieser Stelle an, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen am Anfang der Produktionskette zu verbessern. Sie sollen mit einer fairen Bezahlung und rechtlicher Verbesserung eine wirtschaftliche und politische Position erhalten.

Was Fairer Handel konkret bedeutet, haben vier internationale Dachorganisationen des Fairen Handels zusammengefasst:

„Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt.“ (FINE-Definition von FLO, IFAT, NEWS! und EFTA)

Um gezielt die Lebensbedingungen von Menschen zu stärken, setzt sich der Faire Handel für die Rechte von ArbeiterInnen und KleinbäuerInnen ein und zahlt faire Preise. Handelsabkommen mit ProduzentInnen werden langfristig geplant, um Sicherheit bei den Menschen zu schaffen. Zudem soll jeder einen gleichen Marktzugang erhalten. Doch nicht nur die Rechte von Erwachsenen sollen geschützt werden, auch Kinderarbeit und Geschlechterdiskriminierung sollen bekämpft werden.

Wichtig zu erwähnen: Der Faire Handel kann ungerechte Strukturen in der globalen Wirtschaft nicht lösen. Was er kann, ist die Ungleichheit zu thematisieren und die Politik und Wirtschaft unter Druck zu setzten. Mit Kampagnen, Informations- und Bildungsarbeit sollen Konsumenten aufgeklärt werden, damit diese ein Bewusstsein für die global Benachteiligten schaffen.

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